Diascans & Negativscans mit ColorPerfect in perfekte Fotos umwandeln: SilverFast SE 6.x, SilverFast Ai 6.x

Steigern Sie die Qualität Ihrer Dia- und Negativscans aus SilverFast SE oder Ai 6.x mit ColorPerfect! Lesen Sie mehr zum Scannen mit SilverFast 6.x. ColorPerfect verarbeitet Scans mit höchster Farbtreue und bietet ungekannte Flexibilität in der kreativen Bildbearbeitung. Um das volle Potenzial unseres Photoshop Plug-ins nutzen zu können, ist es wichtig, möglichst unberührtes Bildmaterial (RAW-Daten) zu erzeugen. Die folgende Anleitung beschreibt das Vorgehen hierzu mit SilverFast SE und SilverFast Ai.

Lineare Scans von Dias und Negativen mit SilverFast SE oder Ai 6.x erstellen

 

Auch mit SilverFast SE bzw. Ai von Lasersoft Imaging lassen sich lineare Scans Ihrer Dias und Negative erstellen. Dazu muss auf der Palette Allgemein der Scanmodus "Normal (Datei)" sowie der Modus für Farbdias gewählt werden. Dies ist sowohl für Negativscans als auch für Diascans der Fall. Anschließend muss auf der Palette Rahmen als Scan-Typ "48 Bit HDR Farbe" ausgewählt werden. Nun sind alle weiteren Bildbearbeitungsoptionen deaktiviert und es wird im RAW-Modus gescannt. Die resultierende Datei ist zur Weiterverarbeitung mit SilverFast HDR geeignet. In einer solchen Datei sind die vom CCD des Scanners aufgenommenen Lichtintensitäten unbearbeitet abgelegt. Die sog. SilverFast HDR-Dateien sind also auch für die Weiterverarbeitung mit ColorNeg bzw. ColorPerfects Modus ColorNeg geeignet.

Die Gammaeinstellung in SilverFast hat in der Regel keine Auswirkung auf HDR-Scans. Diese haben normalerweise ein Gamma von 1,0. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es in den Optionen von SilverFast eine Einstellung gibt, die dazu führt, dass auch HDR-Scans gammacodiert werden. Um dies zu verhindern, müssen Sie sicherstellen, dass die Checkbox "für HDR-Ausgabe" neben dem Feld zur Einstellung der "Gamma Gradation" auf der Palette Allgemein der SilverFast Optionen deaktiviert ist.

Allein Funktionen, die nur zum Zeitpunkt des Scans durchgeführt werden können, wie z. B. das Entfernen von Staub und Kratzern mittels Digital ICE, bleiben nach Aktivierung des HDR-Modus anwählbar. ICE und Multi-Sampling sind für Scans von Farbnegativvorlagen zu empfehlen, sofern sie vom verwendeten Scanner unterstützt werden.

Analogverstärkung zur Verbesserung der Qualität

Für einige Scanner können weitere Einstellungen auf der Palette Spezial der Optionen interessant sein. Wenn Sie einen älteren Scanner verwenden und Ihr Scanner, wie z. B. die Modelle der Nikon Coolscan Reihe hardwaremäßig die separate Einstellung der Lichtintensität bzw. Belichtungsdauer für einzelne Farbkanäle erlaubt, was oft Analog Gain oder Analogverstärkung genannt wird, können Sie die orangefarbene Maske des Negativs bereits beim Scan reduzieren bzw. ganz eliminieren. In einem typischen linearen Farbnegativscan ist der Blaukanal mehr als 2 Lichtwerte dunkler als der Rotkanal und der Grünkanal oft mehr als 1 Lichtwert. Für moderne Scanner mit 16-Bit/Kanal ist dies in der Regel belanglos für die spätere Negativumwandlung, da noch immer genug Detail zur Verfügung steht. Für ältere Scanner mit 14-Bit/Kanal oder nur 12-Bit/Kanal kann durch Angleichung der Helligkeiten vor der Analog-Digital-Wandlung jedoch eine Steigerung der Qualität erzielt werden. Wenn wir davon ausgehen, dass der Blaukanal der am wenigsten detaillierte Teil des Scans ist, können wir feststellen, dass dieser auf das Niveau eines Scans mit 2-Bit/Kanal mehr Präzision angehoben werden kann. In SilverFast wird über die Option Lampenhelligkeit ein Dialog für entsprechende Einstellungen aufgerufen. Anzumerken ist dabei, dass die Lampenhelligkeit oft gar nicht weiter gesteigert werden kann. Im Fall der Nikon Coolscan Scanner erfolgt dann eine Verlängerung der Belichtungszeit. Es ist denkbar, dass andere Scanner eine elektrische Verstärkung des Signals vornehmen, was nicht den gewünschten Effekt erzielen dürfte. Die Verwendung dieser Option bedarf in jedem Fall einiger Tests.

Beseitigung von Streifen im Scan z. B. für den Nikon Coolscan LS-8000

Wenn Ihre Scans Streifen aufweisen, die nicht in Fahrtrichtung des Scanners verlaufen, wie dies von Verschmutzungen hervorgerufen werden kann und Ihr Scanner mehr als nur eine CCD Zeile hat, kann die Option Super Fine Scan Abhilfe schaffen. Dieses Problem ist z. B. für den Nikon Coolscan LS-8000 bekannt. Super Fine Scan führt dazu, dass nur eine der drei CCD Zeilen dieses Scanners genutzt wird, da die Verwendung aller Drei die Streifenbildung bedingt. Dies macht den Scan zwar langsamer, behebt jedoch das leidige Problem der Streifenbildung, das gerade bei Negativvorlagen besonders häufig auftritt. Falls Streifen in den dunklen Bereichen des Negativs, also den hellen Bereichen des späteren Positivs auftreten, ist dieses Vorgehen die Lösung. Aufgrund der Häufigkeit des Problems scannen wir mit unserem LS-8000 ausschließlich im Super Fine Modus. Für die Scanner der aktuellen Generation scheint Nikon dieses Problem endlich behoben zu haben, sodass der Super Fine Modus auch für Negativscans nicht länger nötig ist und die volle Geschwindigkeit der Scanner ohne dramatische Qualitätseinbußen genutzt werden kann.

Test mit der Demoversion von SilverFast

Bitte beachten Sie, falls Sie die Demoversion von SilverFast Ai ausprobieren und Ihr Negativ die als Kopierschutz eingefügten Lasersoft Imaging Schriftzüge enthält, dass die zur Erzeugung dieser Schriftzüge verwendeten Farben in einem normalen linearen Scan eines Farbnegativs nicht vorkommen würden und ColorPerfect bzw. ColorNeg daher keine ordnungsgemäße Umwandlung erzielen wird. Um ColorPerfect oder ColorNeg mit einer solchen Datei zu testen, müssen die Lasersoft Imaging Schiftzüge mit dem Kopierstempelwerkzeug (nicht mit dem Reparaturstempelwerkzeug) in Photoshop grob weggestempelt werden, sodass nur Farben im Bild vorkommen, die dem Negativ selbst entstammen. Natürlich geht es bei einem solchen Test nicht um Präzisionsarbeit, sondern allein um ein grobes Entfernen der als Kopierschutz eingefügten Farbflächen. Das resultierende Bild ist außer für den Funktionstest nicht zu gebrauchen.

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