Diascans & Negativscans mit ColorPerfect in perfekte Fotos umwandeln: Lineare Scans erstellen

Geeignete Scans sind der Schlüssel zum farbrichtigen Arbeiten mit ColorPerfect. Lernen Sie im Folgenden für Ihren Scanner, wie diese erstellt werden. Wir haben für zahlreiche Scanner und Scanner-Software einfache Tutorials erstellt, um Ihnen den Einstieg in die Verarbeitung von Diascans in ColorPerfects Modus ColorPos und von Negativscans im Modus ColorNeg zu erleichtern. Diese Anleitungen gelten natürlich auch für unsere alten Plug-ins ColorPos und ColorNeg.

Was ist beim Scannen der Negative und Dias zur Weiterverarbeitung mit ColorPerfect zu beachten?

Um das volle Potenzial unserer Photoshop Plug-ins nutzen zu können, ist es wichtig, möglichst unberührtes Bildmaterial (RAW-Daten) zu erzeugen. Das Einhalten der im Folgenden genannten Kriterien beim Scannen ist daher von äußerster Wichtigkeit.

Die aus dem Scan resultierende Bilddatei muss unbedingt im Modus RGB mit einer Farbtiefe von 16-Bit/Kanal (48-Bit RGB) vorliegen und sollte, wenn irgend möglich, ein lineares Gamma (Gamma 1,0) haben. Scans dieser Art verfügen über ähnliche Eigenschaften wie im RAW-Modus aufgenommene Digitalfotos, denn auch sie sind im Idealfall das exakte Abbild der Lichtintensitäten, die von einem CCD aufgenommen wurden. Unser vorheriges Plug-in ColorNeg konnte ausschließlich lineares Bildmaterial verarbeiten. Für die Verarbeitung von Negativ- und Diascans in den Modi ColorNeg und ColorPos des neuen Plug-ins ColorPerfect wird dies nach wie vor ausdrücklich empfohlen. Im Modus ColorPos ist allgemein auch Gamma enkodiertes Bildmaterial zulässig und im Modus ColorNeg existieren für spezielle Scanner-Software Einstellmöglichkeiten zur Verarbeitung von Gamma kodierten Negativscans.

Das Vorgehen beim Digitalisieren variiert, je nachdem welcher Scanner verwendet wird. Abhängig von der eingesetzten Scanner-Software kann sich die Herstellung eines geeigneten Scans einfach oder leider auch komplizierter gestalten. Bitte seien Sie sich bewusst, dass ColorPerfect sehr umfangreiche Funktionen bereitstellt, die erst erlernt werden müssen. Die Erstellung eines geeigneten Scans ist jedoch in jedem Fall der Schlüssel zu einer erfolgreichen Negativumwandlung im Modus ColorNeg. Auch für optimale Bildergebnisse im Modus ColorPos ist diese unabdingbar.

Bevor Sie erlernen, wie geeignete Scans mit Ihrem Scanner hergestellt werden, bieten wir Ihnen an, ColorPerfect mit einem bereitgestellten Beispielnegativ auszuprobieren. Der verlinkte Artikel bezieht sich aktuell noch auf das frühere ColorNeg Plug-in, Sie können das Beispielbild natürlich auch mit ColorPerfect verarbeiten.

Welche Scanner sind zum Dia- und Negativscannen geeignet, welche Einstellungen sind erforderlich?

Scanner, die mit 14-Bit/Kanal oder mehr scannen und deren Software Dateien mit einer Farbtiefe von 16-Bit/Kanal erzeugt, sind als Eingabegeräte für Farbnegativscans geeignet. Für Dias und Schwarz-Weiß-Negative kann auch mit Geräten mit 12-Bit Präzision gearbeitet werden. Für Farbnegativscans sind in diesem Fall jedoch spezielle Techniken erforderlich. In mancher Scanner-Software ist keine Option zur Erstellung von linearen Scans vorhanden. Dennoch können oft solche Scans erzeugt werden, indem der Gamma-Wert, der meist in den Optionen der Software eingestellt werden kann, von seinem Standardwert 2,2 oder 1,8 auf 1,0 gesetzt wird.

Die Automatische Entfernung von Staub und Kratzern, z.B. digital ICE sowie hardwarebasierte Belichtungs- oder Analog Gain Einstellungen können in der Regel problemlos genutzt werden.

Da die Invertierung nicht durch den Automatismus der Scanner-Software, sondern später, nach Auswahl geeigneter Parameter, mit ColorPerfect erfolgen soll, müssen auch Negative in der Regel in einem für Farbdias gedachten Modus eingescannt werden. Manche Scanner-Software verfügt über einen speziellen Modus für Negative, in dem das digitalisierte Bild nicht invertiert, sondern unbearbeitet abgelegt wird. Solche Modi können ebenfalls geeignet sein. In den meisten Fällen führt die Behandlung als Dia-Positiv jedoch zu besser geeigneten Scans. In jedem Fall muss eine Bilddatei mit einer Farbtiefe von 16-Bit/Kanal und nach Möglichkeit mit linearem Gamma resultieren.

Meist ist es von Vorteil, alle Optionen der Scanner-Software zu deaktivieren, die vorgeben Farben zu steuern oder gar zu optimieren. Was für Positivbilder eventuell noch als vorteilhaft empfunden werden kann, ist üblicherweise für Negative katastrophal. Optionen zur Erkennung und Entfernung von Staub und Kratzern sowie zur Anpassung der Belichtung des Scans können in der Regel problemlos verwendet werden.

Ziel ist es, in Photoshop das Bild eines Negativs zu erhalten, welches den gleichen Farbstich besitzt wie das Negativ selbst (meist orangefarben) und zudem recht dunkel erscheint. Die dunkle Darstellung ist normal und belanglos. Es handelt sich hierbei schlicht um eine Fehlinterpretation der Daten durch Photoshop, die Teil des Workflows ist. ColorPerfect bringt dies in Ordnung. Öffnen Sie den Scan in Photoshop, weisen Sie ihm den gewünschten Zielfarbraum zu, definieren Sie die Einstellung Gamma C des Modus ColorNeg entsprechend und die ausgegebenen Daten werden korrekt dargestellt. Obwohl ColorPerfects Modus ColorNeg primär für Farbaufnahmen entwickelt wurde, ist er auch hervorragend zur Umwandlung von Schwarz-Weiß-Negativen geeignet.

Detaillierte Instruktionen für einzelne Scanner-Software

In dieser Rubrik der Webseite werden neben den oben genannten allgemeinen Hinweisen auch detailliertere Anleitungen für einzelne Scanner-Software angeboten. Wir hoffen, bald weitere Anleitungen veröffentlichen zu können, benötigen dazu jedoch Ihre Hilfe. Falls Sie mit einem anderen Scanner bzw. anderer Software als der hier aufgelisteten arbeiten oder über die deutsche Version einer Software verfügen, deren hier gezeigte Screenshots der englischsprachigen Version entnommen sind, möchten wir Sie bitten, uns behilflich zu sein.

Falls Sie also über die deutsche Version einer Software verfügen, deren hier gezeigte Screenshots der englischsprachigen Version entnommen sind, würden wir uns freuen, wenn Sie die verwendeten Screenshots in der deutschen Version der Software neu machen und uns zur Verfügung stellen könnten.

Falls Sie eine völlig andere Hardware- und/oder Software verwenden, wäre es großartig, wenn Sie uns, sobald Sie anhand der genannten Kriterien einen erfolgreichen Workflow entwickelt haben, eine kurze Anleitung sowie einige Screenshots zukommen ließen, die wir dieser Sektion hinzufügen können.

Die aktuell zum Scannen beschriebenen Produkte spiegeln lediglich wider, welche Hard- und Software uns oder anderen Benutzern der Software zur Verfügung steht. Andere Hard- und Software kann ebenso geeignet sein. Die Auflistung der genannten Produkte soll in keiner Weise ausdrücken, dass allein diese besonders gut geeignet sind.

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