Probieren Sie ColorNeg selbst an einem Beispielnegativ aus!

Bevor Sie sich mit den Anforderungen für Negativ-Scans vertraut machen und eigene Negative digitalisieren, möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben ColorNeg mit einem Beispielnegativ auszuprobieren. Dazu stellen wir Ihnen den abgebildeten linearen Scan eines Farbnegativs als Tiff-Datei mit der von ColorNeg benötigten Farbtiefe von 16-Bit/Kanal zur Verfügung. Die Beispieldatei misst 600x900 Pixel.

Das Beispielnegativ steht hier für Sie zum Download bereit. Die Datei ist 3,2 MB groß.

Das Beispiel wurde bewusst aus dem Bereich Hochzeitsfotografie gewählt, da das Weiß eines Brautkleids zusammen mit dem Schwarz eines Hochzeitsanzugs einen großen Kontrastumfang im Negativ bildet. Ein solches Foto bietet sich an, um auch eine weiterführende Möglichkeit mit ColorNeg kurz vorzustellen: das Arbeiten mit Selektionen. Die benötigte Selektion ist im Beispielnegativ bereits als Alpha-Kanal enthalten.

Gehen Sie nach dem Download wie folgt vor:

 

Nachdem Sie ColorNeg heruntergeladen haben, platzieren Sie das Plug-in, wie im Handbuch beschrieben, im Zusatzmodule Ordner Ihrer Photoshop Version. Beim nächsten Start von Photoshop ist ColorNeg im Menü Filter / CFSystems verfügbar. Entpacken Sie nun das oben heruntergeladene Zip-Archiv und öffnen Sie die Datei Beispielnegativ.tif mit Photoshop.

Laden Sie anschließend die in der Datei gespeicherte Auswahl mittels des Befehls Auswahl Laden im Menü Auswahl. Falls Sie eine andere Photoshop Version als CS, CS2, CS3 oder CS4 verwenden, müssen Sie die beigefügte PSD-Datei zusätzlich geöffnet haben, um die Auswahl aus dieser zu laden. Starten Sie anschließend ColorNeg im Menü Filter / CFSystems.

Als ersten Schritt stellen Sie das verwendete Filmmaterial ein. Im Beispiel ist dies Fuji Superia Reala [CS]. Anschließend kann die Farbbalance eingestellt werden. Im Beispiel ist dies einfach. Da das Hemd des Bräutigams von nahezu neutraler Farbe ist, reicht es aus, den Hemdkragen im Vorschaubild an einer geeigneten, gleichmäßig beleuchteten Stelle anzuklicken.

Durch die Veränderung der Farbbalance hat sich auch die Helligkeit des Bildes verändert. Im Anschluss an Änderungen der Farbbalance sollte daher stets die Gesamthelligkeit des Bildes überprüft werden. Für das Beispiel sollte nun in ColorNeg unten rechts "Blau" und ein Wert zwischen 3 und 6 ausgegeben werden. Dies bedeutet, dass die entsprechende Prozentzahl an blauen Pixeln in der Vorschau den maximalen Farbwert überschritten hat. Einige Bereiche des Brautkleids sind überbelichtet.

Um dies zu verhindern, aktivieren Sie die Funktion Helligkeit des Scroll-Balkens und bewegen diesen so weit nach unten, dass ein Prozentwert von ca. 1,5 ausgegeben wird. Dazu können neben der Maus auch die Bild- und Pfeiltasten der Tastatur genutzt werden. Aufgrund der Einstellungen für die Komprimierung der Lichter und Schatten sind im fertigen Positiv wesentlich weniger Pixel überbelichtet als 1,5%.

Das Brautkleid wird nun so wiedergegeben, dass alle Bereiche gerade noch Zeichnung haben. Die übrigen Bereiche des Bildes sind jedoch recht dunkel. Um dies zu korrigieren, würde man im klassischen Farblabor das Brautkleid abwedeln. ColorNeg ermöglicht das gleiche Vorgehen mit Hilfe von Selektionen mit weicher Auswahlkante.

Verfügt das Negativ in Photoshop über eine aktive Auswahl, so können der ausgewählte und der nicht ausgewählte Bereich des Bildes in der Kontrollpalette Auswahl zur getrennten Bearbeitung aktiviert werden. Bevor Sie ColorNeg gestartet haben, haben Sie eine Auswahl geladen, die das Brautkleid und den hellen Haarschmuck der Braut umfasst. Um mit dieser Auswahl zu arbeiten, aktivieren Sie zunächst in der Liste Obere Optionen die Kontrollpalette Auswahl. Da das Brautkleid bereits unseren Vorstellungen entspricht, selektieren wir durch Aktivieren der Checkbox "Außen" nur den nicht ausgewählten Bereich.

Anschließend können Sie die Helligkeit dieses Bereichs allein geringfügig erhöhen. Dazu wird die Funktion Helligkeit durch Anklicken aktiviert, alternativ kann auch der Schieberegler des Scroll-Balkens angeklickt werden, sofern die Funktion Helligkeit noch ausgewählt ist.

Um die gewünschte Korrektur vorzunehmen, reicht es aus vier bis fünf Mal die Taste Bild nach oben auf der Tastatur zu drücken. Die Verwendung der Tastaturkürzel bietet sich an, da die angemessene Korrektur zum Erzielen eines natürlichen Gesamteindrucks recht fein eingestellt werden muss. Wenn Sie mit der Vorschau zufrieden sind, verlassen Sie ColorNeg mit OK. Das erzeugte Bild sollte nun in etwa dem hier gezeigten Stand entsprechen. Die Demoversion von ColorNeg erzeugt jedoch ein Raster im fertigen Positivbild. Dieses Raster ist dezent genug, um die Ergebnisse zu evaluieren, es verschwindet nach dem Eingeben eines Registrierungsschlüssels, der über eine sichere Webseite gekauft werden kann. Sie haben damit Ihr erstes Negativ erfolgreich mit ColorNeg umgewandelt und können sich nun Ihren eigenen Bildern zuwenden.

Die vorgegebene Selektion verfügt über eine wesentlich höhere Qualität, als dies für ein erfolgreiches Arbeiten mit ColorNeg nötig ist, machen Sie sich also keine Sorgen um das Erstellen geeigneter Selektionen. Für die Mehrzahl an Negativen wird keine Selektion benötigt. Für spezielle Fälle ist dies jedoch ein wertvolles Hilfsmittel, um die maximale Qualität bei der Umwandlung Ihrer Negative zu erzielen. Oft kann bei Bedarf mit einer geeigneten Kombination der Photoshop Funktionen Farbbereich Auswählen und Weiche Auswahlkante in weniger als einer Minute eine geeignete Auswahl erzeugt werden. Lesen Sie für weitere Tipps bezüglich des Umgangs mit Selektionen die entsprechenden Abschnitte des ColorNeg Handbuchs.